Erinnerungskultur als Zumutung

Vortrag von Dr. Ulrike Schrader

Mit der Pflicht und Selbstverpflichtung, sich an den Nationalsozialismus zu erinnern, hat man der Tradition des „Denkmals“ eine völlig andere Bedeutung zugewiesen: Erinnert werden nun nicht mehr vorbildliche Helden und „große Männer“ der Nation, sondern, ganz im Gegenteil: die Opfer deutscher Verbrechen. Dass diese „Erinnerungskultur“ bis heute kein Regelwerk ausgebildet hat, nach denen man auf komfortabler Grundlage Konzerte und entwürfe für Denkmäler, Zeremonien und entwerfen könnte, beweisen die vielen Debatten und Polemiken in den deuchte Feuilletons. Über zehn Jahre wurde gestatten über das Denkmal für die ermordeten Juden in Berlin! Und 20 Jahre alt ist der Streit um die „Stolpersteine“.

Dr. Ulrike Schrader ist Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal. Einer ihrer Tätigkeitsschwerpunkte ist die Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis des Erinnerns an die Verbrechen des Nationalsozialismus.

Herzliche Grüße, Ulrike Schrader