Werkstatt Geschichtsarbeit und historisch-politisches Lernen zum Nationalsozialismus 2017

Tagung für historisch Interessierte, Lehrerinnen und Lehrer, Studierende

 

Die "Aufarbeitung der Vergangenheit", lange Zeit als anklagendes Postulat wider die Verleugnung von NS-Verbrechen vorgetragen, ist seit den 1980er Jahren spürbar vorangetrieben worden. In Medien, Ausstellungen, Pädagogik, Literatur, Justiz und vielen anderen Feldern ist die zeitgeschichtliche Periode der NS-Herrschaft verhandelt worden – nicht immer angemessen nach heutigen Maßstäben. Inzwischen kann aber über diese Vergangenheit vor 1945 nicht mehr gesprochen werden ohne eine Kenntnis dieser "zweiten Geschichte": die der Kämpfe, Erfolge, Misserfolge, Umwege der Aufarbeitung und Bewältigung; selbst schulische Curricula verlangen inzwischen eine Alphabetisierung in dieser Frage. Für alle im Feld der historisch-politischen Bildung Tätigen ist die Reflexion über diese Vorgeschichte ihrer Arbeit insofern essentiell, als Gedenkstätten, Bildungseinrichtungen, historische Projektarbeit sich im Umfeld vieler anderer geschichtskultureller Ansätze behaupten und ihre spezifischen Stärken akzentuieren müssen. Wir werden am nordrhein-westfälischen Beispiel einige Dimensionen dieser Entwicklung untersuchen.

Leitung: Dr. Paul Ciupke, Dr. Christoph Spieker, Dr. Norbert Reichling

 

Eine Veranstaltung des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte NRW und dem Geschichtsort Villa ten Hompel, Münster