Lebendige Geschichte zwischen Diktatur und Demokratie

Kaum ein öffentliches Gebäude in Wuppertal blickt auf eine so wechselhafte und widersprüchliche Geschichte zurück wie das Polizeipräsidium an der Friedrich-Engels-Allee. Erbaut in der NS-Zeit diente es als Gestapo-Zentrale und war ein Ort des Terrors und des Unrechts. Nach 1945, als Sitz der Britischen Militärregierung und als "Neues Rathaus" steht das Gebäude für den komplizierten Übergang von der Diktatur zur Demokratie. Im Präsidium wurden für mehr als ein Jahrzehnt die entscheidenden Weichen gestellt für den Neuaufbau der Stadt und die Rückkehr Wuppertals zu Demokratie und Zivilisation. Das denkmalgeschützte Gebäude ist im Zweiten Weltkrieg unzerstört geblieben. Viele Spuren aus der Nazi-Zeit sind bis heute erhalten geblieben, so z.B. großformatige Wandmalereien und Fensterinschriften. Der Rundgang durch das Haus mit Michael Okroy zeigt die zahlreichen Facetten des Präsidiums und ordnet sie in den zeitgeschichtlichen Kontext ein.

Kosten: 5 Euro