Öffentliche Sonnatgsführung im Juli

Aus dem Besitz der Elberfelder jüdischen Familie Inow sind zahlreiche Briefe und Dokumente erhalten, die in der Ausstellung im jüdischen Museum der Begegnungsstätte Alte Synagoge ein Familienschicksal beleuchten: Der Sohn Alfred war mit 16 Jahren der jüngste unter den jüdischen Männern, die in den Nächten des Novemberpogroms 1938 verhaftet und nach Dachau verschleppt wurden. Ein Brief aus dem Polizeigefängnis Wuppertal ist ein eindrückliches Zeugnis seiner großen Sorge. Seine kleine Schwester Renate musste mit erst zehn Jahren Wuppertal verlassen: Ihre Eltern brachten sie zum Bahnhof nach Köln, wo ein Zug hunderte jüdische Kinder nach England in Sicherheit fuhr. Eine Postkarte trägt die Spur des Abschieds am Bahnhof. Alfred und Renate sahen ihre Eltern nie wieder: Sie wurden im Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt verschleppt und ermordet. Nach dem Krieg mussten sich die Geschwister jahrelang in Briefen mitteilen, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sind.

Die Begegnungsstätte ist schon ab 14 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet, so dass man sich ohne Führung schon vorab umschauen kann.

Der Eintritt ist frei!