Öffentliche Sonntagsführung im November

Vor 80 Jahren, in den frühen Morgenstunden des 10. November 1938, wurden die beiden großen Synagogen in Wuppertal angezündet und demoliert. Fanatische Nationalsozialisten brachen in Geschäfte jüdischer Inhaber ein und plünderten die Warenbestände. Jüdische Familien wurden in ihren Wohnungen überfallen, gedemütigt und misshandelt, Mobiliar wurde demoliert und gestohlen. Die Polizei verhaftete jüdische Männer zu Hunderten und setzte sie fest, bevor man sie in Konzentrationslager verschleppte.

Mit dieser als "Vergeltungsaktion" inszenierten Gewalt spitzte sich die Lage der Juden in Deutschland erheblich zu. Jüdische Eltern gerieten in Panik, weil offensichtlich wurde, dass es für ihre Kinder keine Zukunft in Deutschland geben würde. Verschreckt und verzweifelt suchten die Menschen nach Möglichkeiten, in das rettende Ausland auszuwandern.

Als Auftakt zu einer Woche des Gedenkens in Wuppertal erläutert die öffentliche Sonntagsführung im November die Architektur und Aufgabe der Bergischen Synagogen, das Gemeindeleben und seine brutale Zerstörung.

Die Begegnungsstätte ist schon ab 14 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet, so dass man sich ohne Führung schon vorab umschauen kann.

Der Eintritt ist frei!

 

Ein weiterer Termin zum Vormerken:

Sonntag, 11. November 2018, 17.00 Uhr

Friedhofskirche Elberfeld, Hochstraße

Konzert zum Gedenken mit Musik jüdischer Komponisten