Wuppertal zeigt die israelische Fahne zum Jom HaAzmaut

Der israelische Unabhängigkeitstag folgt auf einen Tag des Gedenkens an die Opfer der Kriege und des Terrors

Jeweils zum 5. Ijar des jüdischen Kalenders begeht Israel seinen Unabhängigkeitstag und erinnert damit an die Erklärung der Unabhängigkeit vom Britischen Mandat am 14. Mai 1948 des Gregorianischen Kalenders (entsprach dem 5. Ijar 5708). Seit 1949 ist dieser Tag der israelische Nationalfeiertag.

Der Jom haAzmaut folgt direkt auf den Jom haSikaron, den Gedenktag für die gefallenen israelischen Soldaten und die Opfer von Terrorismus.

In diesem Jahr haben beide Gedenktage eine besondere Bedeutung, denn der Überfall der terroristischen Hamas am 7. Oktober 2023 mit mindestens 1.139 Ermordeten und der Geiselnahme von mehr als 200 Menschen, darunter 33 Kindern, hat die permanente Existenzbedrohung des israelischen Staates weltweit vor Augen geführt.

In der Erinnerung der palästinensischen Bevölkerung bedeutet dieses Datum "Nakba" (Katastrophe), weil unmittelbar nach der Unabhängigkeitserklärung 1948 mit einem militärischen Angriff fünf arabischer Staaten auf Israel ein Krieg ausbrach, der rund 800.000 arabische Palästinenser und Palästinenserinnen zur Flucht zwang. Zur selben Zeit und noch Jahre später flüchteten rund 700.000 Jüdinnen und Juden vor Pogromen und Gewalt aus arabischen Staaten. Die meisten dieser jüdischen Flüchtlinge gingen nach Israel als neuen jüdischen Zufluchtsort.

 

14. Mai 2024: Die israelische Fahne am Verwaltungsgebäude Neumarkt, Elberfeld. Foto: Ulrike Schrader