Warum die Rede Philipp Jenningers besser ist als ihr Ruf

Vortrag von Anja Koch und Christoph Beicht

Im Rahmen ihres Forschungsprojektes im Historischen Seminar an der Bergischen Universität Wuppertal befassen sich Anja Koch und Christoph Beicht mit der Rezeption historischer Ereignisse und deren Verankerung im kollektiven Gedächtnis. Als Gegenstand ihrer Forschung fragen sie nach der Bewertung der Rede des Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger aus dem Jahr 1988 zum 50. Jahrestages der Novemberpogrome. 
Galt diese Rede damals als Skandal, der zum Rücktritt Jenningers führte, so fällt die Bewertung heute wesentlich differenzierter und selbstkritischer aus. Es scheint, dass die Bedeutung des (gesprochenen) Wortes nur in Verbindung mit der Frage zu ermitteln ist, werwas an welchem Ort zu wem spricht.Anja Koch und Christoph Beicht erläutern die Dynamiken in der Wahrnehmung dieses Textes im Laufe seiner Rezeptionsgeschichte und versuchen, Gründe dafür zu formulieren.

 

Eintritt frei