Einweihung eines Denkmals für die Deserteure der Wehrmacht, die zwischen 1940 und 1945 in Wuppertal erschossen worden sind

Entwurf des Denkmals, Stand November 2016 (Florian Hans)

Das Schicksal der Wehrmachtsdeserteure war lange Zeit ein Tabuthema. Auch in Wuppertal wurde nur zögerlich die Tatsache anerkannt, dass auf einem Schießstand im Ortsteil Ronsdorf zwischen 1940 und 1945 fahnenflüchtige Soldaten erschossen worden waren. Das hat sich nun geändert, denn ein Schulprojekt gab den Anstoß, das Thema systematisch zu erforschen. Nachdem mit einer wissenschaftlichen Dokumentation viele Fragen beantwortet werden konnten, ist nun auch ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer realisiert worden, das auf dem Entwurf einer Arbeitsgruppe mit Schülern der Erich-Fried-Gesamtschule beruht. Dieses Erinnerungszeichen im Ronsdorfer Stadtgarten ergänzt die bereits bestehende Gedenkstättenlandschaft zum Thema "Krieg und Frieden" auf ungewöhnliche und nachdenkliche Art und Weise.

Idee und Koordination: Dr. Ulrike Schrader, Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

Entwicklung: Arbeitsgruppe „Ein Denkmal für die Deserteure“: Jörn Dau, Pfarrer Dr. Jochen Denker, Florian Hans, Merlin Metag, Harald Scheuermann-Giskes, Dr. Ulrike Schrader, Till Soerensen, Leon Wilke

Leitung des Forschungsprojekts: Florian Hans

Die Einweihung des Denkmals ist eine Veranstaltung der Bezirksvertretung Ronsdorf.