Antisemitismus als Gegenaufklärung

Fotografie: Anja Thiele

Vortrag von Prof. Dr. Samuel Salzborn, Berlin

Samuel Salzborn subsummiert unter dem Begriff des „globalen Antisemitismus“ Formen rückwärtsgewandter, transnationaler Bewegungen, beruhend einer Vorstellung völkischer Zusammengehörigkeit und vermeintlicher Solidarität. Darunter fallen bei ihm Judenfeindlichkeit von rechts – vom Nationalsozialismus gespeist, von links – antiimperialistisch und getarnt als Aktivisten für „unterdrückte Völker“, besonders der Palästinenser, und von islamischer Seite – als Hass auf Israel und als Verachtung des Judentums.

Samuel Salzborn, geb. 1977, von 2017 bis 2019 Gastprofessor für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin, aktuell apl. Professor für Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, gilt als einer der profiliertesten Kenner des Phänomens „Antisemitismus“. Sein Buch „Globaler Antisemitismus. Eine Spurensuche in den Abgründen der Moderne“ wurde von Josef Schuster eingeleitet, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Eintritt: 5,00 €

Begrenzte Sitzplatzzahl! Anmeldung mit Angabe von Namen und Telefonnummer ist unbedingt erforderlich!