Ein neues Buch über den Pogrom gegen die Juden in Wuppertal im November 1938

Ulrike Schrader:

Zerbrochene Zukunft. Der Pogrom gegen die Juden in Wuppertal im November 1938

hg. im Auftrag des Trägervereins Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal e.V.

ISBN  978-3-940199-19-5

10,00 €

 

Erhältlich in der Begegnungsstätte Alte Synagoge und in allen Buchhandlungen zu bestellen


Vor 80 Jahren brannten im damaligen Deutschen Reich über tausend Synagogen. Fanatische Nationalsozialisten brachen in Geschäfte jüdischer Inhaber ein und plünderten die Schaufenster. Jüdische Familien wurden in ihren Wohnungen überfallen, gedemütigt und misshandelt, Mobiliar demoliert und gestohlen. Die Polizei verhaftete jüdische Männer zu Tausenden und setzte sie fest, bevor man sie in Konzentrationslager verschleppte. Mit dieser als "Vergeltungsaktion" inszenierten Gewalt spitzte sich die Lage der Juden in Deutschland drastisch zu.

Auch in Wuppertal brannten in der Nacht zum 10. November 1938 die beiden großen Synagogen – an der Genügsamkeitstraße in Elberfeld und an der Scheurenstraße (heute: Zur Scheuren) in Barmen. Die kleinen Betsäle in der Luisenstraße wurden demoliert, die Friedhofskapellen angezündet und geplündert. Neunzig Männer verhaftete die Polizei und verschleppte sie in das Konzentrationslager Dachau – der jüngste war 16 Jahre alt.

Zum ersten Mal liegt nun auch für Wuppertal eine gründliche Studie vor, die über die Hergänge dieser Novembertage informiert – beginnend mit der „Polenaktion“ vom 28. Oktober 1938 bis zur juristischen Aufarbeitung der Verbrechen  und ihrem Platz in der Wuppertaler Erinnerungskultur.