Ein neues Ausstellungsmodul in der Begegnungsstätte Alte Synagoge

Antisemitische Installation auf einer Barmer Straße, ca. 1938 (Fotografie: Klaus Wiescher)

Öffentliche Sonntagsführung mit Dr. Ulrike Schrader, Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal 

Neuerdings, so geht aus den Zeitungsmeldungen hervor, ist es ziemlich gefährlich geworden, mit einer Kippa durch die Stadt zu spazieren. Dass Juden auf offener Straße die Kippa vom Kopf geschlagen wird, dass sie beschimpft und beleidigt werden, dass selbst die Polizei Täter von Opfer nicht unterscheiden kann, das sind erschreckende Taten und Beispiele einer Verrohung, die nicht hinnehmbar ist. Juden selbst allerdings nehmen das tatsächliche physische Risiko schon seit Langem wahr. Seitdem sie existiert, steht die Synagoge in Barmen unter Bewachung und Schutz.

Mit dem neuen Element in ihrer Dauerausstellung nimmt die Begegnungsstätte Alte Synagoge die Herausforderung an, auch das Thema „Antisemitismus“ zu behandeln – auch wenn das nicht „jüdische“, sondern „antijüdische Geschichte“ ist. Aber über Antisemitismus muss man reden, über Vorurteile Sprechen, Gerüchte überprüfen und Verschwörungsfantasien entlarven – und dazu sollen die Exponate und Reizwörter anregen.

Eintritt frei