Juden als Fremd- und Feindbilder

LehrerInnenfortbildung mit Manfred Levy,

Jüdisches Museum Frankfurt am Main

Umfragen zeigen, dass antisemitische Haltungen in der deutschen Bevölkerung nach wie vor vorhanden sind. Antijüdische Ressentiments haben sich im öffentlichen Raum etabliert. „Du Jude“ oder „Judenaktion“ gehören zu den alltäglichen Schimpfwörtern auf deutschen Schulhöfen. 

Alltagsantisemitismus ist keineswegs nur auf rechte Randgruppen oder gewalttätige Extremisten beschränkt. Als Einstellung und als Vorbehalt ist er in der Mitte der Gesellschaft verbreitet. Auch der „sekundäre Antisemitismus“, der sich unter anderem in antizionistischer Israelkritik auch von links zeigen kann, und die muslimisch motivierter Judenfeindschaft sind problematisch und gefährlich.

Die Fortbildung beschreibt die Erscheinungsformen des aktuellen Antisemitismus, fragt nach den Motiven und schlägt Möglichkeiten der Prävention und des Umgangs mit rassistischen Ressentiments vor, die vor allem im schulischen Kontext genutzt werden können. Basis für die pädagogische Intervention gegen Antisemitismus ist die Reflexion der eigenen Haltung.

Manfred Levy studierte Anglistik und Politik in Mainz. Von 1985 bis 2000 war er Lehrer und Schulleiter im Rahmen der erweiterten Schulleitung der Lichtigfeld-Schule (staatlich anerkannte Privatschule der Jüdischen Gemeinde Frankfurt). Von 2000 bis 2010 war er Rektor an der Carlo-Mierendorff-Schule (IGS). Seit 2010 ist Levy Mitarbeiter am Pädagogischen Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt.

 

Eintritt frei