Erstpräsentation von Informationstafeln zur jüdischen Geschichte

Das Geschäftshaus von Sally Knopf in Langenberg (Begegnungsstätte Alte Synagoge, Sammlung Ruegländer)

In dem kleinen Stadtteil Langenberg (Stadt Velbert) mit seinem attraktiven historischen Ortskern lässt sich in idealer Weise exemplarisch die jüdische Alltagsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts veranschaulichen. Im Schutz der Unterherrschaft Hardenberg ließen sich hier schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts jüdische Viehhändler und Metzger mit ihren Familien nieder und gründeten im Jahr 1803 an der Kuhstraße die erste Synagoge im Bergischen Land überhaupt. Im Stadtteil Neviges wurde 1791 „im Kuhlendahl“ der erste jüdische Friedhof in dieser Region angelegt.

Diese Besonderheit in Velbert ist der Ausgangspunkt für die Idee, das erinnerungskulturelle Konzept um einen wichtigen Aspekt fortzuschreiben, nämlich an ausgewählten Stellen der drei Velberter Ortskerne die Alltagsgeschichte der Juden zu beschreiben, jüdische Persönlichkeiten als Bürger und emanzipierte Mitglieder der Stadtgesellschaft zu präsentieren.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal und dem Gymnasium Langenberg, initiiert und realisiert von dem evangelischen Schulpfarrer des Gymnasiums Langenberg i.R., Herrn Frank Overhoff. Frank Overhoff ist der örtliche fachliche Experte für die Stadtgeschichte in Velbert, insbesondere der jüdischen Geschichte, und auf seinen Recherchen basieren Publikationen, Stadtführungen, Schülerprojekte und vieles andere. 

Der Rat der Stadt Velbert unterstützt das Projekt, u.a. durch die Montage und Installation der Informationselemente.

Gefördert von der Landeszentrale für Politische Bildung Nordrhein-Westfalen