Die Namen der Menschen, die vor 77 Jahren nach Minsk deportiert wurden

Lesung mit dem Team der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal


Im November 1988, fast genau 50 Jahre nach den Pogromen, enthüllten der damalige Präsident der Bundesbahndirektion, Dr. Hanns Beck, und die Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal, Ursula Kraus, gemeinsam mit dem Landesrabbiner Abraham Hochwald einen Obelisken auf dem Bahnhof Wuppertal-Steinbeck. Er erinnert mit seinen Inschriften an die Sammeltransporte jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Wuppertal und den Nachbarstädten, die in den Jahren 1941 und 1942 in die Ghettos von Łódź (Litzmannstadt), Minsk, Izbica und Theresienstadt führten. (Einen Transport nach Riga, wie auf einer der Texttafeln steht, hat es nicht gegeben.) Von den rund 800 deportierten Menschen haben acht überlebt.

Am 10. November 2018 jährt sich die Deportation der Jüdinnen und Juden von Wuppertal nach Minsk im Jahr 1941. Das Team der Begegnungsstätte Alte Synagoge lädt zu einer Gedenkzeremonie für die 266 Opfer ein, deren Namen gelesen werden.