Die Urteilsverkündung im Wuppertaler Auschwitz-Prozess am 28. Januar 1988

Erinnerung an den Prozess gegen Gottfried Weise  vor dem Wuppertaler Schwurgericht

Impuls: Michael Okroy, M.A.

Moderation: Michaela Heiser

Musik: Annika Bood, Sopran

Eintritt: frei

Am 28. Januar 1988 verurteilte die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Wuppertal den ehemaligen SS-Unterscharführer Gottfried Weise (1921-2002) wegen fünffachen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe. Nach den Feststellungen der Kammer war er ab Mai 1944 im Konzentrationslager Auschwitz für die Beaufsichtigung von weiblichen und männlichen „Sortierkommandos“ zuständig. Die Kammer war davon überzeugt, dass er während dieser Zeit mehrere Häftlinge eigenhändig durch gezielte Schüsse mit seiner Dienstpistole getötet hat, darunter einen Jungen von höchstens 10 Jahren. Das Urteil basiert auf der Vernehmung zahlreicher Zeugen, sowohl solcher, die zum Lagerpersonal gehörten, als auch von überlebenden Gefangenen.

 

An diesen Prozess, seine Vorgeschichte und seine Folgen erinnern im Gespräch maßgebliche Zeitzeugen und Experten: 

Wilfried Josef Klein, Vizepräsident des Landgerichts a.D., damals Vorsitzender des Schwurgerichts

Norbert Koep, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D., damals Beisitzender Richter,

Wilfried Keiluweit, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht a.D., damals Beisitzender Richter und Berichterstatter,

n.n. 

Die Journalistin Michaela Heiser wird das Gespräch moderieren.

Eine Veranstaltung der Stadt Wuppertal in Kooperation mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge, dem Landgericht Wuppertal und der Evangelischen CityKirche Elberfeld