Festakt im Kundenforum der Stadtsparkasse Wuppertal

„Sie steckten in Brand dein Heiligtum, entweihten die Wohnung deines Namens bis auf den Grund.“ (Psalm 74,7)

 

 

Vor 25 Jahren, am 15. April 1994, wurde die Begegnungsstätte Alte Synagoge durch Ansprachen von Ignaz Bubis, Präsident des Zentralrats der Juden, und von Johannes Rau, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, feierlich eröffnet. Das neue Gebäude mit seiner auffälligen künstlerischen Formensprache war auf einem Teil des Grundstücks errichtet worden, auf dem vormals die Elberfelder Synagoge gestanden hatte. Fanatische Nationalsozialisten hatten sie, wie auch die prächtige Barmer Synagoge, in der Nacht zum 10. November 1938 in Brand gesteckt, geschändet und geplündert.

 

Es dauerte fast 50 Jahre, bis mit der Begegnungsstätte ein Ort geschaffen war, der über dieses Verbrechen, dem schlimmere folgten, informieren sollte. Heute ist die Begegnungsstätte ein Lernort zum Nationalsozialismus, eine wichtige Bildungs- und Kultureinrichtung der Stadt Wuppertal und ein modernes jüdisches Museum im Bergischen Land. Der Trägerverein schaut auf 25 Jahre lebendiger Gedenkstättenarbeit zurück und lädt zu diesem Anlass herzlich ein!

 

 

Es sprechen

 

Antonia Dicken-Begrich, Vorsitzende des Trägervereins Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal e.V., Begrüßung

Andreas Mucke, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, Grußwort

Christina Rau, Grußwort

Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Vorsitzender des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in Nordrhein-Westfalen: Das „Undenkbare“ und „Unsagbare“ zum Thema machen? Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit in Nordrhein-Westfalen

Dr. Ulrike Schrader: „Hauptsächlich erste Bedingung…“ Lehren und Lernen aus der jüdischen Geschichte

 

Musik:

Emmeline Tzannis (12) und Annelie Zeretzke (13), Harfen

Emmeline und Annelie nehmen seit gut fünf Jahren Unterricht an der Bergischen Musikschule bei Kathrin Montero-Küpper. Sie haben im Wettbewerb „Jugend musiziert“ bisher ausschließlich erste Preise gewonnen. 

Valentin Pommée (14) und Johannes Pommée (12), Gitarren

Valentin und Johannes sind Schüler von Corinna Schäfer, ebenfalls an der Bergischen Musikschule.

Ihr Vorspiel am heutigen Tag ist für alle vier Musikerinnen und Musiker

zugleich eine Generalprobe für den kommenden Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“, der über Pfingsten stattfindet.

 

Wir danken sehr herzlich Frau Ursula Slawig, Bergische Musikschule, für die gute Unterstützung!

Im Anschluss laden wir zum Sektempfang in den Garten der Begegnungsstätte ein.