Eine Ausstellung der Dokumentations- und Forschungsstelle "Justiz und Nationalsozialmus der Justizakademie Nordrhein-Westfalen

Das Landgericht Wuppertal präsentiert die Wanderausstellung „Justiz und Nationalsozialismus“ im Justizzentrum Wuppertal


Ab dem 2. Oktober ist für ca. sechs Monate die Wanderausstellung „Jus-tiz und Nationalsozialismus“ der gleichnamigen Dokumentations- und Forschungsstelle des Landes Nordrhein-Westfalen zu Gast in Wuppertal.
Die Ausstellung wird am 2.10.2019, 16Uhr, im Foyer des Justizzentrums von der Präsidentin des Landgerichts Dr. Annette Lehmberg im Bei-sein des Präsidenten des Oberlandesgerichts Düsseldorf Dr. Werner Richter eröffnet werden. Nach der Begrüßung (Annette Lehmberg) und einem Grußwort (Werner Richter) wird der Leiter der Dokumentations- und Forschungsstelle, der Richter am Amtsgericht Stephan Wilms, den Gästen in einem ca. 60 minütigen Vortrag eine (Ein-) Führung in bzw. durch die Wanderausstellung geben. Die Eröffnungsveranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Um Anmeldung wird jedoch gebeten.


Die Wanderausstellung lädt dazu ein, sich mit der Rolle der Justiz einschließlich der westfälischen Anwaltsnotare im Nationalsozialismus zu beschäftigen. Sie bleibt aber nicht bei der Zeit des Nationalsozialismus stehen, sondern zeigt auch die Nachwirkungen der Diktatur von der Gründung der Bundesrepublik bis in die heutige Zeit auf. Die in der Ausstellung aufgegriffenen Themen reichen insbesondere von der Machtergreifung der Nationalsozialisten über die personellen Kontinuitäten in der bundesdeutschen Nachkriegsjustiz und die Bemühungen um Wiedergutmachung bis zu der in die heutige Zeit hineinreichenden strafrechtlichen Ahndung von nationalsozialistischen Gewaltverbrechen. Die Wanderaus-stellung besteht aus sechs Elementen mit zwölf Tafeln. Diese erlauben dem zügigen Betrachter einen guten Überblick über den Inhalt der Ausstellung. Diejenigen Besucherinnen und Besucher, die sich vertieft mit dem Thema „Justiz und Nationalsozialismus“ beschäftigen möchten, können sich mit Hilfe der Dokumentenhefte, die der jeweiligen Tafel beilie-gen, eingehend informieren. Ergänzt wird dieses Angebot durch eine Vitrine, in der unter anderem das typische Handwerkszeug der Juristen aus-gestellt ist. An einer Bildschirmstation werden kurze Filmaufnahmen gezeigt. Der Besuch der Wanderausstellung ist kostenfrei. Sie ist während der Geschäftszeiten des Gerichts (Mo.-Di. 8:30-15:30 Uhr und Mi.-Fr. 8:30-15:00 Uhr) geöffnet.


Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, welches das Landgericht Wuppertal in Kooperation mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal und der Bergischen Juristengesellschaft e.V. anbietet. So sind bereits jetzt zwei weitere Vortragsabende mit interessanten Beiträgen zum Thema geplant. Es werden zudem Führungen – gerne auch für Schulklassen – durch die Ausstellung sowie eine thematisch besonders abgestimmte Stadtführung („Den Tätern auf der Spur – Eine Stadtführung zu Justiz und Nationalsozialismus in Wuppertal“) angeboten. Eine vorige Anmeldung ist jeweils erforderlich.