4. Dezember 19004: Zum Geburtstag von Albert Norden

Albert Norden, 1904-1982 (Fotografie: BArch 183-B0318-001-001)

Vortrag von Dipl. Soz. Sebastian Schröder, VVN/BdA Wuppertal

Die VVN-BdA Wuppertal erinnert an Albert Norden (1904-1982), einen unbedingten Antifaschisten und unermüdlichen Aufklärer. Sein Wirken hat die Geschichte beider Deutschlands in den 50er und 60er Jahren unmittelbar geprägt.

Wir erinnern an ihn in der Begegnungsstätte Alte Syngoge, wo früher die Elberfelder Synagoge stand, an der sein Vater Dr. Joseph Norden von 1907 bis 1935 als Rabbiner amtierte und in deren Nachbarhaus die Famlie lebte – Albert Norden war das zweite von insgesamt fünf Kindern.

Im Wuppertal fand er 1918 den Weg zur politischen Linken und schloss sich der kämpferischen Arbeiterklasse in der Tradition von Friedrich Engels an.

Immer war der Kampf gegen Militarismus und Faschismus ein Mittelpunkt seiner Arbeit. Aus dem Exil in die spätere DDR zurückgekehrt, hat er die systematische Suche nach Kriegsverbrechern vorangetrieben und die erschreckenden Ergebnisse fortlaufend bekannt gemacht.

Seit Albert Nordens Veröffentlichungen - im Juli 1965 erschien das Braunbuch – Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Westberlin - wissen wir, dass  Hitlers Eliten die zahllosen Verbrechen des Faschismus ermöglicht haben. Nach dem 8. Mai 1945 haben die Täter*innen das Ausmaß der Verbrechen vertuscht, über die Vergangenheit gelogen und sich selbst zu Opfern des Zeitgeistes stilisiert. Indem sie ihre Schuld heruntergespielt haben, sind viele von ihnen einer Bestrafung entgangen und konnten ihre Karrieren unbeschadet fortsetzen.

 

Eine Veranstaltung der VVN/ DdA Wuppertal

Eintritt frei