Thomas Haldenwang, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, und Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler, Rechtsanwalt, im Gespräch mit Antonia Dicken-Begrich, Vorsitzende des Trägervereins Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal e.V.

Thomas Haldenwang, geboren 1960 in Wuppertal, ist Jurist und Politischer Beamter und wurde im November 2018 zum Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz ernannt. Damit trat er ein schwieriges Erbe an, nicht zuletzt deshalb, weil sein Vorgänger Hans-Georg Maaßen wegen voreilig bewertender und breit umstrittener Äußerungen zu den Ausschreitungen in Chemnitz im September 2018 in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden war. Haldenwang kündigte nach seinem Amtsantritt eine verstärkte Fokussierung auf den Rechtsextremismus an. Eine große Herausforderung stellte und stellt der rechtsextremistisch motivierte Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke am 2. Juni 2929 dar.

Der Jurist Mehmet Gürcan Daimagüler, geboren 1968 in Siegen, war einer der Vertreter der Nebenklage im NSU-Prozess und in dieser Funktion häufig Gesprächspartner in deutschen und türkischen Medien. 2017 erschien sein Buch Empörung reicht nicht! Unser Staat hat versagt. Jetzt sind wir dran. Mein Plädoyer im NSU-Prozess. Daimagüler beschäftigt sich darüber hinaus mit der Frage nach den Chancen und dem Gelingen von Integration; 2011 veröffentlichte er dazu das Buch Kein schönes Land in dieser Zeit. Das Märchen von der gescheiterten Integration. Daimagüler

ist für sein Engagement mehrfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Manfred-Rommel-Preis des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart.

Eintritt: Eintritt frei, begrenzte Sitzplatzzahl

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist eine namentliche Anmeldung unbedingt erforderlich! Telefon: 0202-563.2843 oder 563.2958 | E-Mail: info@alte-synaoge-wuppertal.de

 

Ein Abend im Begleitprogramm zur Ausstellung "Opfer rechter Gewalt seit 1990, getragen vom Evangelischen Kirchenkreis Wuppertal in Kooperation mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

Ein Projekt im Rahmen von "Demokratie leben" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend