Ein Stadtspaziergang im jüdischen Elberfeld

Der Speisesaal des früheren jüdischen Altersheims (Fotografie: Sammlung Begegnungsstätte Alte Synagoge)

Während die jüdische Gemeinde an diesem Freitag ihr Neujahrsfest „Rosch Ha Schana“ begeht und das neue jüdische Jahr 5781 begrüßt, erinnert der Spaziergang an den ersten Gottesdienst, den die kleine Gruppe der überlebenden Juden im September 1945 feiern konnte. Seit dem frühen 19. Jahrhundert waren Juden vom Land in die boomende Textil- und Industriestadt Elberfeld gezogen, gründeten kleinere und größere Geschäfte, ließen sich als Ärzte und Rechtsanwälte nieder und bauten eine lebendige jüdische Gemeinde mit vielen sozialen und kulturellen Aktivitäten auf. 1913 stellte der Unternehmer und Ratsherr Max Simon die finanziellen Mittel zum Erwerb des Froweinschen Hauses Königstraße 73 zur Verfügung, damit dort ein Altenheim für ärmere Gemeindemitglieder eingerichtet werden kann. Dieses dient nach dem Krieg bis zum Jahr 2002 als Synagoge.

Leitung: Dr. Ulrike Schrader

Teilnahmegebühr: 5 €

Dauer: 120 Minuten