Vom Rathaus bis zum Alten Markt

Am 8. März 1933 zerstörten die Nazis auf dem Rathausvorplatz bei einer Kundgebung die Fahnen und Symbole ihrer politischen Gegner (Foto: Stadtarchive Butzbach/Wuppertal)

In der Barmer Innenstadt lässt sich die NS-Zeit wie unter einem Brennglas vergegenwärtigen. Altehrwürdige Gebäude, Erinnerungszeichen und Straßennamen laden geradezu ein zur historischen Spurensuche. Der vielleicht bekannteste Ort ist die Gemarker Kirche, in der die Barmer Bekenntnissynode im Mai 1934 ihre berühmte und wegweisende „Barmer Theologische Erklärung“ verabschiedet hatte. Nur wenige Meter entfernt, im Rathaus, wurden von städtischen Amtsärzten tausende Anträge auf Zwangssterilisierung wegen "erbbiologischer Minderwertigkeit“ gestellt. Auf dem Rathausvorplatz, dem heutigen Johannes-Rau-Platz, fand am 1. April 1933 eine der ersten nationalsozialistischen Bücherverbrennungen in Deutschland statt. Weitere Stationen sind die einstige Ruhmeshalle (heute Haus der Jugend) und die Barmer Filiale des früheren Tietz-Warenhauses, das 1933 erste Boykottaktionen erlebt.

Leitung: Michel Okroy, M.A.

Teilnahmegebühr: 5 €