Eine wiederentdeckte Reklame, ihre Geschichte (und Zukunft?)

Die Hofaue (Begegnungsstätte Alte Synagoge, Sammlung Gerd Magner)

Vortrag von Christine Hartung, M.A.

Zoom-Einwahldaten unter: info@alte-synagoge-wuppertal.de

Die Hofaue im Zentrum Elberfelds besitzt eine lange Tradition in der Textilbranche. Schon ab Ende des 18. Jahrhunderts wurden auf den ehemaligen Garten- und Wiesengrundstücken Wohnhäuser gebaut, die den Textilhändlern auch als Geschäftskontore dienten. Im Lauf der Zeit siedelten sich immer mehr Firmen an, so dass die Hofaue am Anfang des 20. Jahrhunderts zu der bedeutendsten Straße der Stadt und zu einem internationalen Zentrum des Textilhandels avancierte. Die großen Geschäftshäuser aus dieser Zeit prägten und prägen zum Teil heute noch das charakteristische Bild dieser Straße.

 

Während des Nationalsozialismus wurden die Unternehmen jüdischer Eigentümer zwangsweise aufgelöst oder „arisiert“, die Besitzer selbst und ihre Familien drangsaliert, aus Deutschland vertrieben oder in Ghettos und Vernichtungslager deportiert und ermordet.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die von Bomben stark zerstörte Hofaue als Textilzentrum kurzzeitig einen neuen Aufschwung – ihre „jüdische“ Geschichte wurde aber weitgehend verdrängt und vergessen. Aber noch heute weist z.B. eine Wandinschrift des Textilunternehmens „Daniel“ auf diese lange Tradition hin, verwittert aber zunehmend.

 

Der Vortrag zeigt die Geschichte der Familie Daniel und ihres Unternehmens in dieser berühmten Straße auf und weist auf sichtbare und weniger sichtbare Zeugnisse jüdischer Geschichte hin.

 

Anmeldung und Informationen: T 0202-563.2843 | E info@alte-synagoge-wuppertal.de | www.alte-synagoge-wuppertal