Ausgewählte Texte, gelesen von Julia Wolff und Gregor Henze

Nelli Tsypina im Alter von neun Jahren, Überlebende einer Erschießungsaktion von Djnepropetrowsk

Aus den überlieferten Quellen zum Überfall auf die Sowjetunion kommt der verbrecherische Charakter des als „Unternehmen Barbarossa“ getarnten Krieges erschreckend deutlich zum Vorschein. Die Lesung ausgewählter Quellentexte beleuchtet ihn aus unterschiedlichen Perspektiven: aus der Sicht der Angreifer und aus dem Blick der Überfallenen. Den ideologischen Eifer und die mörderische Praxis des „Ostfeldzugs“ dokumentieren nicht nur die berüchtigten „Ereignismeldungen“ der Sicherheitspolizei, sondern auch einschlägige Befehle der Wehrmachtsführung sowie zahllose Feldpostbriefe deutscher Soldaten. Aus der Sicht der Opfer bezeugen unter anderem Tagebücher aus den Ghettos und aus dem besetzten Leningrad oder Aussagen jüdischer Zeugen in NS-Prozessen nach 1945 und Berichte von Überlebenden der Massenerschießungen das Verbrechen dieses Krieges. Diese Berichte sind auch heute noch schwer auszuhalten.

 

Die Einwahldaten bitte unter info@alte-synagoge-wuppertal.de anfordern; sie werden Ihnen am Nachmittag des jeweiligen Vortragstags zugeschickt.

Gregor Henze war mehrere Jahre Ensemblemitglied der Wuppertaler Bühnen und dort im Schauspiel und im Musiktheater aktiv. Er arbeitet heute u.a. als freier Schauspieler an verschiedenen Theatern in NRW, u.a. beim Schauspiel Essen.

Julia Wolff war nach Engagements an verschiedenen deutschen Theatern von 2004 bis 2014 festes Ensemblemitglied der Wuppertaler Bühnen. Seitdem dort und am Schauspiel Bochum Gast. Sie ist Sprecherin für den WDR und seit 2013 Schauspieldozentin an der Folkwang Hochschule Essen und an der Grazer Universität.