Lesung zum deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941

Aus den überlieferten Quellen zum Überfall auf die Sowjetunion kommt der verbrecherische Charakter des als „Unternehmen Barbarossa“ getarnten Krieges erschreckend deutlich zum Vorschein. Die Lesung ausgewählter Quellentexte beleuchtet ihn aus unterschiedlichen Perspektiven: aus der Sicht der Angreifer und aus dem Blick der Überfallenen. Den ideologischen Eifer und die mörderische Praxis des „Ostfeldzugs“ dokumentieren nicht nur die berüchtigten „Ereignismeldungen“ der Sicherheitspolizei, sondern auch einschlägige Befehle der Wehrmachtsführung sowie zahllose Feldpostbriefe deutscher Soldaten. Aus der Sicht der Opfer bezeugen unter anderem Tagebücher aus den Ghettos und aus dem besetzten Leningrad oder Aussagen jüdischer Zeugen in NS-Prozessen nach 1945 und Berichte von Überlebenden der Massenerschießungen das Verbrechen dieses Krieges. Diese Berichte sind auch heute noch schwer auszuhalten.


Gregor Henze war lange Ensemblemitglied der Wuppertaler Bühnen und arbeitet heute als freier Schauspieler an verschiedenen Theatern in NRW, u.a. am Schauspiel Essen. Julia Wolff gehörte von 2004 bis 2014 zum festen Ensemble der Wuppertaler Bühnen. Heute tritt sie dort und am Schauspiel Bochum als Gast auf und ist Schauspieldozentin an der Essener Folkwang Hochschule und Sprecherin für den WDR.

 

Eine Kooperation der Begegnungsstätte Alte Synagoge, der Mahn- und Steinwache Dortmund und der Stadt Dortmund, Kulturbetriebe