Der jüdische Rechtsanwalt Gustav Brück

Gustav Brück (Foto: StAWuppertal | Begegnungsstätte Alte Synagoge 1185)

Vortrag von Dr. Ulrike Schrader

Rechtsanwalt Gustav Brück, 1877 in Bad Kreuznach geboren, war von 1926 bis zu ihrer erzwungenen Auflösung durch die Nationalsozialisten Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Elberfeld (in Barmen gab es eine eigene Gemeinde). Auch in der Zeit der Verfolgung setzte er sich als Jurist für Gemeindemitglieder ein und übernahm auch in der Deportation große Verantwortung. Sofort nach 1945 sorgte er mit den wenigen überlebenden Juden für den Aufbau einer neuen jüdischen Gemeinde, deren Bezirk nun ganz Wuppertal und die Region des Bergischen Landes umfasste. Gustav Brück zählt zu den treuesten, mutigsten und tatkräftigsten Persönlichkeiten in der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Wuppertal, der sich in Friedens- und in Notzeiten mit Hingabe und Leidenschaft für die Belange der Menschen einsetzte. Er starb 1956 erschöpft, enttäuscht und schwer krank in Wuppertal. Es wird Zeit, an diesen Mann zu erinnern und ihm ein bleibendes Zeichen zu setzen.

 

Eine Kooperation des Landgerichts Wuppertal mit der Begegnungsstätte Alte Synagoge

Informationen und Anmeldung: Veranstaltungen@lg-wuppertal-nrw.de

Eintritt frei