22 Fotoportraits Wuppertaler Jüdinnen und Juden Eine Zaunausstellung der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus

Kurt Seligmann, geboren 1935 (BAS 1615)

Ab dem 27. Januar 2022 werden am Zaun der Begegnungsstätte Alte Synagoge großformatige Fotoportraits von 22 Menschen zu sehen sein, die in der Zeit zwischen 1800 und 1945 im Wuppertal lebten. Das sind Frauen und Männer, Mädchen und Jungen, Jugendliche und Alte, und sie alle verband ihr Judentum.

Manche dieser jüdischen Wuppertalerinnen und Wuppertaler lebten hier schon im frühen 19. Jahrhundert, als die Fotografie gerade erst erfunden war, z.B. die Dichterin Minna Kleeberg, der Gründer der Barmer jüdischen Gemeinde von Barmen, Kommerzienrat Hermann Wahl, der Weber Samuel Steilberger oder der Maler Alfred Schüler. Viele der Portraitierten sind aber auch erst später geboren und erlebten persönlich die Zeit des Nationalsozialismus. Einige von ihnen wurden im Holocaust ermordet, anderen gelang es, rechtzeitig aus Deutschland zu emigrieren.

Die starken Vergrößerungen der Fotografien sind eine auffällige Erscheinung in der Elberfelder Innenstadt. Die Bilder wirken schon von Weitem in beeindruckender Weise auf die Passantinnen und Passanten. Bereits ohne weitere Informationen zu kennen, werfen die Fotos Fragen auf.

Wer neugierig wird und mehr wissen möchte, kann sich per Smartphone über eine Bildleiste informieren, die neben dem Eingang der Begegnungsstätte an der Krugmannsgasse angebracht ist: Alle Fotografien sind hier noch einmal in einem kleinen Format reproduziert, ergänzt durch den Namen der dargestellten Person, einen kurzen Text zur jeweiligen Lebensgeschichte und einem QR-Code, über den man auf eine Tonspur gelangt.

Die Ausstellung „AugenBlicke“ ist ein Angebot, das auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie gut wahrgenommen werden kann. Unter freiem Himmel entfällt die Maskenpflicht ebenso wie ein Eintrittspreis, und Öffnungszeiten sind nicht wichtig: Die Ausstellung ist rund um die Uhr geöffnet!

 

Eröffnung per Stream:

Donnerstag, 27. Januar 2022, 18 Uhr

https://youtu.be/LUXmw1k_FTA

Die Ausstellungseröffnung wird aufgezeichnet und kann später über die website der Begegnungsstätte Alte Synagoge gesehen werden.

Zur Eröffnung sprechen:

Prof. Dr. Uwe Schneidewind,

Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal

 

Dr. Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

 

Musik

Johann Sebastian Bach, Sonate Nr. 3  C-Dur, Largo und Allegro assai für Violine solo (3.und 4. Satz)

Ausführender: Josef Schatz, Violine

 

Ende der Ausstellung: 22. April 2022