30 Jahre Erfurt-Stiftung!
Im Museum Martfeld wurden der bekannte Mäzen Wilhelm Erfurt und seine Stiftung gefeiert.
Vor 30 Jahren gründete der Unternehmer und Wohltäter Wilhelm Erfurt eine Stiftung zur Förderung von Kultur und Heimatpflege besonders in Schwelm, aber auch darüber hinaus. Der Begegnungsstätte Alte Synagoge ist Wilhelm Erfurt bereits seit über 20 Jahren gewogen und hat zum Beispiel die Publikation einer einzigartigen Textquelle zum Wuppertaler Konzentrationslager Kemna großzügig finanziert. Denn dieses frühe KZ befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Erfurt-Werke (Raufasertapeten) an der Wupper in der Beyernburger Straße, und gerade diese Nachbarschaft beschäftigte und beschäftigt Wilhelm Erfurt bis heute. Mittlerweile liegt der "Kemna-Bericht" des Häftlings Fritz Brass in einer zweiten, korrigierten und aktualisierten Edition vor: Friedrich Brass: Kemna-Bericht 1933/34, hg. vom Trägerverein Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal e.V. und dem Evangelischen Kirchenkreis Wuppertal, Wuppertal 2023.
Wilhelm Erfurt war außerdem maßgeblicher Förderer für die Anfertigung des Modells der Schwelmer Synagoge, das die Begegnungsstätte für ihre Dauerausstellung bei der Modellbauerin Andrea Jensen in Auftrag gab und das sich heute als Leihgabe im Museum Martfeld in Schwelm befindet. Weitere Projekte der Begegnungsstätte Alte Synagoge konnten mit Unterstützung der Erfurt-Stiftung realisiert werden.
Wir danken Wilhelm Erfurt für sein großes Engagement für Schwelm und Wuppertal und gratulieren ihm und der Erfurt-Stiftung sehr herzlich zum Geburtstag!
