Schwebebahnhaltestelle Vohwinkel

Nathan schwebt

Die "Ringparabel" in der Schwebebahn

Mit der Aktion "Nathan schwebt – Antisemitismus ohne mich!" wird die Ringparabel aus Gotthold Ephraim Lessings Theaterstück "Nathan der Weise" an einen besonderen Ort gebracht: in die Wuppertaler Schwebebahn.

Vier Schauspieler und Schauspielerinnen der Wuppertaler Bühnen – Thomas Braus, Luise Kinner, Julia Meier, Alexander Peiler – deklamieren die Ringparabel während einer ganz normalen Schwebebahnfahrt von Vohwinkel nach Oberbarmen und zurück. 

Die Ringparabel zählt zu den bekanntesten Texten der deutschen Literatur. Kern dieser altorientalischen Weisheitserzählung ist der Glaube daran, dass das Richtige – der echte Ring – daran erkannt werden kann, wie "angenehm" man vor Gott und den Menschen ist.

Der 10. Juli gilt als Tag gegen Antisemitismus, weil am 10. Juli 1945 mit "Nathan der Weise" das erste Theaterstück auf einer deutschen Bühne nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und damit des Holocaust aufgeführt wurde.

"Nathan schwebt" ist ein sicht- und hörbares Zeichen gegen Antisemitismus und für ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt. Das ist notwendig, denn Antisemitismus nimmt auch in Deutschland spürbar zu. Jüdisches Leben braucht Schutz, Solidarität und eine klare Haltung.

Thomas Braus, Nina Hahne Glörfeld, Werner Kleine und Ulrike Schrader (Foto: Christoph Schönbach)